Sulzbach im Hunsrück

Rathaus & Gemeinde

Eine liebenswerte Ortsgemeinde
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Verwaltung

Torsten Müller
Ortsbürgermeister
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Beigeordneter
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Verwaltungsmitglied
Horst Stumm-Gebert
Beigeordneter
Joachim Hahn
Verwaltungsmitglied
Martin Peter
Verwaltungsmitglied
Friedhelm Klingels
Verwaltungsmitglied
Wissenswertes

Alltag & Glauben

Schulen

Seit 1972 besuchen die Kinder die Grund– und Hauptschule in Rhaunen oder weiterführende Schulen.

Evangelische Kirchengemeinde

Am 01.01.2019 fusionierte die bis dahin selbstständige Kirchengemeinde Sulzbach mit Rhaunen und Hausen und gehört jetzt zur evangelischen Kirchengemeinde Rhaunen-Hausen-Sulzbach, Pfarrerin ist Anja Zimmermann, weitere Informationen unter

www.evangelische-kirchengemeinde-sulzbach.de

Ruhestätten

Ihre letzte Ruhestätte finden die Gemeindemitglieder auf dem Friedhof an der „Kirner Straße“, der im Jahre 1904 von der Gemeinde erweitert wurde. 1970 wurde hier eine neue Leichenhalle erbaut, in der bis heute die Verstorbenen aufgebahrt werden und von der aus die Trauerfeier stattfindet.  2004 trug die Gemeinde dann auch den immer häufiger auftretenden Feuerbestattungen Rechnung, indem sie erstmalig ein „Urnenfeld“ und seit 2016 auch „Wiesenurnengrabfelder“ auswies.

anno dazumal

Geschichte

Wie alles begann

Sulzbach, das kleine Dorf auf einer Hochfläche unweit des Idarwaldes gelegen, wurde 1563 erstmals erwähnt. Zu dieser Zeit wohnten hier 26 Familien, die verschieden Adelsherren und dem Erzbischof von Trier zu Untertan waren.

Wirtschaftliche Entwicklung

Das Dorf entwickelte sich gut, insbesondere durch die ansässigen Orgelbauer Stumm, so dass man 1786 von Sulzbach als der wohlhabendsten Gemeinde des trierschen Amtes sprach. Neben der Landwirtschaft waren die verschiedensten Handwerksberufe im Ort zu finden. Auch befand sich bis 1820 das Amtsgebäude des Verwaltungsbezirks Rhaunen in dem kleinen prosperierenden Hunsrückdorf.

Im Jahr 1815 zählte man in Sulzbach immerhin schon 177 Einwohner, 87 Wohnhäuser, viele Wirtschaftsgebäude, eine Kirche und Schule und auch 2 Gastwirtschaften. Neben der dominierenden Landwirtschaft gingen viele Bauern nebenbei einem Handwerk nach. So fanden sich in Sulzbach Schreiner, Stellmacher, Küfer, Schneider, Maurer, Anstreicher, Orgelbauer und ein Schmied. Außerdem fanden einige ein Auskommen als Schieferbrecher in den Schieferbergwerken der Umgebung. Wie es zu dieser Zeit üblich war, mussten alle Wege zu Fuß zurückgelegt werden.

Wasserversorgung

Obwohl fast jedes Anwesen einen eigenen Brunnen zur Wasserversorgung hatte, baute Sulzbach 1907 in Eigenarbeit eine Wasserleitung, die von der Heiliggeistquelle im Idarwald über Heuchelheim nach Sulzbach führte. Nachdem 1922 ein Verteilerbassin auf Heuchelheim errichtet wurde,  versorgte diese „Wasserader“ auch die Nachbargemeinden Bollenbach und Bundenbach.

Typhus & Cholera

Leider blieb das kleine Hunsrückdorf auch nicht von Leid und Schmerz verschont. So waren allein in den Jahren 1891-1892 mehr als 30 Opfer durch die Seuchen Typhus und Cholera zu beklagen.

Die beiden Weltkriege

Auch die beiden Weltkriege verschonten Sulzbach nicht und forderten einen hohen Blutzoll. 1914 zählte man 335 Einwohner, von denen 17 junge Männer im Felde blieben. Ihnen zu Ehren wurde auf dem Friedhof 1929 ein Ehrenmal errichtet.

Der Wahnsinn des 2. Weltkrieges forderte ein noch höheren Tribut an Menschenleben. 25 junge Männer und eine Frau hatte man zu beklagen. Es gab Familien, in denen kein Mann nach Hause zurückkehrte. Dorthin, wo die Frauen während dieser harten und entbehrungsreichen Zeiten die Last von Familie und Landwirtschaft alleine zu tragen hatten. Am 18. März 1945 rollten amerikanische Panzer ins Dorf, das sie fast komplett verlassen vorfanden.

Erst nach und nach kamen dann die Einwohner im Schutze der Dunkelheit aus ihrer Zuflucht, einem Bergwerkstollen, in ihre Häuser zurück. Sulzbach wurde der französischen Besatzungszone zugeteilt. Der Krieg, der soviel Unheil über die Menschen gebracht hatte, war endlich vorbei. Doch die Not war damit noch nicht zu Ende.

Nachkriegszeit

In den harten Nachkriegsjahren wurde das Leben durch viele Abgaben an Vieh und Naturalien erschwert. Um den Flüchtlingen ein „Zuhause“ zu geben, baute die Gemeinde 1951 ein Flüchtlingshaus, das samt Scheune und „Stierstall“, hier waren die gemeindeeigenen Deckbullen untergebracht, im Jahre 1986 in den Bau des heutigen Gemeinschaftshauses integriert wurde.

Die Schule

Natürlich gab es im Dorf auch eine Schule. Die Namen der Lehrer, die den Kindern aus Sulzbach und in den Jahren 1818-1828 auch denen aus Bollenbach „Lesen, Schreiben und Rechnen“ beibrachten sind bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt. Die Dorfschule befand sich bis Ende 1915 in der Mitte des Ortes.

Am 3. Januar 1916 wurde ein neues Gebäude in der Kirchstraße eingeweiht und diente dann bis zum Sommer 1972 als Schulhaus. Seitdem besuchen die Kinder die Grund– und Hauptschule in Rhaunen oder weiterführende Schulen.

Die Post

Seit 1887 verfügt Sulzbach über eine Poststelle, die erst nur als eine Posthilfsstelle von Rhaunen und später als echte Poststelle betrieben wurde. Von 1894 bis 1985 wurde der zuerst ehrenamtliche Postdienst von der Familie Stumm geleistet, die „nebenbei“ auch noch ein umfangreiches Lebensmittel– und Haushaltswarengeschäft führte. 1903 bekam Sulzbach auch seine erste öffentliche Fernsprechstelle. Wo sollte es anders sein, im Hause der Familie Stumm. Nun war man auch via Telefon mit der großen weiten Welt jenseits der Hunsrückhöhen verbunden…

Renovierungsarbeiten

Ende der 90iger Jahre verwandelte die Erneuerung der kompletten Kanalisation, der Ortsstraßen, der Straßenbeleuchtung und des Dorfplatzes Sulzbach für mehrere Jahre in eine Großbaustelle. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das heutige Erscheinungsbild des Ortes hat sich nach dieser rundum Erneuerung sehr zum Positiven gewandelt.

Die Kirche

Die kleine Sulzbacher Kirche, der Mittelpunkt des Ortes, kann auf eine mehr als 500 jährige bewegte Geschichte zurückblicken.

Die ältesten Teile stammen dabei aus dem Jahre 1367. Die Kirche war wohl in diesen Zeiten von einem Friedhof umgeben, was Gräberfunde belegen. Nebst der Kapelle zu Heuchelheim gehört die Sulzbacher Kirche zur Pfarrei Rhaunen und wurde leider in den Kriegen auch nicht verschont. Erstmalig im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts wurde größerer Schaden durch die französischen Truppen Kaiser Napoleons angerichtet. So war eine Renovierung von Kirche und Orgel 1819 dringend notwendig.

1933 wurde eine erneute Innenrenovierung notwendig bei der auch eine mit Koks beheizte Warmluftheizung eingebaut wurde. Im Jahre 1957 wurde direkt neben der Kirche das evangelische Gemeindehaus gebaut, das bis heute für vielerlei Familien– und Vereinsfeste genutzt wird.

1961 war dann erneut eine rundum Sanierung geboten, bei der auch die Kirchenuhr erneuert wurde. Durch einen finanziellen Kraftakt besonderer Art konnte 1980/81 die Restaurierung der wertvollen Stumm Orgel (1746) in Auftrag gegeben werden. Im November 1981 nach einer mehr als einjährigen Abstinenz konnte die Gemeinde während eines Festgottesdienstes wieder ihrer Orgel lauschen, die prächtiger und klangvoller denn je präsentierte. Seit dieser Zeit finden auf dem imposanten Instrument Orgelkonzerte von überregionaler Geltung statt, veranstaltet durch den „Stumm Orgelverein“.

Glocken

Auch die 2 bronzenen Sulzbacher Glocken, die seit dem 19. Jahrhundert die Gläubigen zur Kirche riefen, waren in den Weltkriegen begehrt. So fiel die Größere dem 1. Weltkrieg zum Opfer, ihre Schwester wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen. Ersatz für die bronzenen Kunstwerke waren 2 Stahlglocken, die kurz nach dem 1. Weltkrieg und 1955 eingebaut wurden. Bis in die heutige Zeit hat sich in Sulzbach der alte Brauch des „Zehnuhrläutens“ gehalten. In der Zeit vom 1. November bis 1. März läuten jeden Abend um 22 Uhr die Glocken um den verirrten Wanderern in Dunkelheit und Schnee eine Orientierung zu geben.

Pfarrer

Seit Ende des 18. Jahrhunderts (1778) betreuten 18 verschiedene Pfarrer die Sulzbacher Kirchengemeinde und begleiteten die Gläubigen auf ihrem Lebensweg.

Die längste Amtszeit hatte Herr Pfarrer Theodor Haberkamp zu verzeichnen, der von 1886 bis 1931, also fast sein ganzes Leben, der evangelischen Kirchengemeinde Rhaunen-Sulzbach widmete.

Am 01.01.2019 fusionierte die bis dahin selbständige Kirchengemeinde Sulzbach mit Rhaunen und Hausen und gehört jetzt zur Evangelischen Kirchengemeinde Rhaunen-Hausen-Sulzbach, Pfarrerin ist Anja Zimmermann.

Ehrenmal

Mittelpunkt des Friedhofs bildet das 1929 errichtete Ehrenmal, mit dem der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht wird.

Wappen
Wappenbeschreibung

In geteiltem Schild oben in Gold ein rotes Fabeltier mit einem Wolfskopf und weit geöffneten Schwingen belegt mit einem schwarzen Wolfshaken, unten in Blau elf silberne Orgelpfeifen.

Wappenbegründung

Die obere Schildhälfte verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft und zeigt das Gerichtssiegel des Wild- und Rheingräflichen Hochgerichts Rhaunen.

Die Orgelpfeifen verweisen auf die weitbekannte Orgelbaufamilie Stumm aus der Gemeinde Sulzbach.

Stumm Orgeln

Unser Hunsrückort ist Ausgangspunkt zweier Entwicklungen, die Weltgeltung erlangt haben: der Montanindustrie und des Orgelbaus.

Dorfschmied Johann Nikolaus Stumm

Der Sulzbacher Dorfschmied Johann Nikolaus Stumm (geb. 1669) kaufte mehrere alte Hunsrücker Hammerwerke und betrieb sie mit derart durchschlagendem Erfolg, dass er zum Ahnherrn der saarländischen Verhüttungsindustrie wurde. Die nachmaligen Freiherrn und „Eisenbarone“ Stumm dominierten und prägten die Wirtschaftsgeschichte der Saarregion für gut zwei Jahrhunderte.

Goldschmied Johann Michael Stumm

War Johann Nikolaus sozusagen „der Mann fürs Grobe“, so entschied sich sein jüngerer Bruder, der Johann Michael Stumm (geb. 1683), gewissermaßen fürs Feine: Der gelernte Goldschmied und Musikliebhaber wurde zum Begründer der Orgelbauer-Dynastie Stumm. Sein letztes Instrument, 1746 fertig gestellt, tut noch heute in unserer Kirche seinen Dienst. Dem wuchtigen Turm dieses schon 1326 geweihten Gotteshauses ist übrigens noch die einstige Funktion als Wehrkirche anzusehen.

Die erste Stumm-Orgel

Die erste aller Stumm-Orgeln war 1723 in der evangelischen Pfarrkirche des Nachbarorts Rhaunen aufgestellt worden. Insgesamt haben Johann Michael Stumm und seine Nachfahren in Sulzbach rund 370 Orgeln gefertigt und in Kirchen des Großraums zwischen Saarbrücken, Karlsruhe und dem Mittelrhein aufgestellt.

Arbeiten

Gewerbe

Die Region wurde durch die Land- und Forstwirtschaft geprägt. Heute spielt zusätzlich noch der Tourismus eine wichtige Rolle und natürlich der schnell wachsende Flughafen, der vielen Menschen Arbeit bietet.

Dachdecker

Wolfram Bärdges
Hauptstraße 6
Tel.: 0 65 44-91 00

Stumm & Weyand GmbH
Hohlstraße 1
Tel.: 0 65 44 99 17 90
stummweyand-gbr@t-online.de

Elektrotechnik

Joachim Hahn
Hauptstraße 12
Tel.: 0 65 44-9 91 90 70
Fax: 0 65 44 9 91 90 71
j.hahn-sulzbach@t-online.de

Ferien

Ferienhof Conrath
Wiesenweg 5
Tel.: 0 65 44-89 97
Fax: 0 65 44-96 09
info@ferienhof-conrath.de
www.ferienhof-conrath.de

Ferienwohnung Träwa
Familie Theis
Heuchelheimer Weg 6
55758 Sulzbach
Tel.: 06544 – 9302
info@ferienwohnung-traewa.de
www.ferienwohnung-traewa.de
https://www.instagram.com/ferienwohnungtraewa/

Fußpflege und Massage

Tina Kaiser
Hohlstraße 6 A
Tel.: 0 65 44-17 11
Fax: 0 65 44-99 03 40
tinakaiser75@web.de

Naturheilpraxis

Ilse Latscha
Kirchstraße 12
Tel.: 0 65 44-99 07 14
Fax: 0 65 44-99 17 75
ilse.latscha@web.de

Schornsteinfegermeister

Martin Peter
Bevollm. Bez.-Schornsteinfeger
Im Weidacker 1
Tel.: 0 65 44-93 60
Fax: 0 65 44-99 11 30
info@feger-peter.de
www.feger-peter.de

Wellness – Massage – Kosmetik – Nageldesign

Natalia Keller
Im Tiergarten 5
Tel. 0 65 44-99 06 33
Handy: 01 52-54 22 16 46
Fax: 0 65 44-9 91 93 87
massage-sulzbach@t-online.de

Tanzschule

Salsa & Fun
Heidrun Görgen
Hauptstr. 29
55758 Sulzbach
Kontakt
Video

Lebensraum

Bauland

Die landschaftliche Schönheit, die Ruhe und das immer noch traute Miteinander der Einwohner machen das Dorf zu einem idealen Lebensraum. 

Weidacker

Anschrift: Auf dem untersten Weidacker
Anzahl Bauplätze: 2
Größe Grundstück: 679 qm + 853 qm       
Preis: 25,56 €/qm

Adresse

Im Weidacker 4
55758 Sulzbach

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